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Meine Lieblingstees sind schwarz

Der erste Tee, den ich mir selber gekauft hatte, war ein "Black Currant". Das ist eine Schwarzteemischung mit dem Geschmack von schwarzen Johannisbeeren. Zwischen den schwarzen Teeblättern waren ganz viele kleine Blätter der Johannisbeeren-Pflanze, deren helles grün zwischen den dunklen Teeblättern  leuchtete.  Mit viel Zucker habe ich diesen Tee getrunken. Und es geliebt, vom ersten Moment an.

Ich war 15 oder 16 Jahre alt und hatte losen Tee entdeckt. Eine Offenbarung!

In der Schulzeit traf ich mich mit meinem Freunden nachmittags zur "Tea-Time", immer abwechselnd bei einem von uns zu Hause und wir kosteten die verschiedensten Teesorten. Meine Tante bekam das mit und fand die Idee so schön, dass sie sich selbst bei mir zum Tee eingeladen hat.

 

Inzwischen trinke ich Tee viel lieber ohne Zucker. Und ich habe viele Sorten ausprobiert, speziell als ich eine zeitlang selbst Tee verkauft habe. 

 

Es gibt nicht Schöneres als den Duft von Tee.

 

Grüne Tees enthalten mehr Anti-Oxidantien und werden als gesünder angesehen, als die schwarzen Sorten. Trotzdem gebe ich einem guten "Golden Yunnan" den Vorzug vor jedem erstklassigen Grüntee. Ich empfinde schwarzen Tee als "vollmundiger", besonders die kräftigen Sorten. Ein guter "Golden Yunnan" hat einen leicht nussigen Geschmack. Genau so gern trinke ich aber eine klassische englische Teemischung mit frisch gemörsertem Kardamom aufgegossen.

 

Diese Art, schwarzen Tee zu trinken, lernte ich in einem afghanischen Restaurant in Hamburg kennen. Kardamom-Schoten mörsern und zu den Teeblättern hinzufügen. Dann mit kochendem Wasser aufgiessen und 3- 5 Minuten ziehen lassen.

Dieser Tee belebt den Geist und verlängert die Konzentrationsfähigkeit. Man könnte sagen, er macht wach.

 

Ganz oft lasse ich ihn länger als 5 Minuten ziehen. Dann den Becher oder die Tasse nur halb füllen und mit heißem Wasser aufgießen. So komme ich mit einem Liter Tee durch den ganzen Tag.